SWOOSH LIEU
KATHARINA PELOSI
studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Giessen und arbeitet seither als Audiokünstlerin im Bereich Performance, Choreographie, Installation und Hörspiel - unter anderem am Mousonturm Frankfurt, an den Sophiensäelen Berlin, auf Kampnagel Hamburg und am Schauspiel Frankfurt sowie für den NDR und den WDR. Als Theatermusikerin und Sounddesignerin arbeitete Sie unter anderem mit der costa compagnie (so im Rahmen des Projekts conversion /Fonds Doppelpass der Bundeskulturstiftung), Antje Velsinger, Regina Rossi und regelmäßig mit der Theatermacherin Simone Dede Ayivi. Sie ist Teil des feministischen Kollektivs Swoosh Lieu, deren Arbeiten u.a. auf der Tanzplattform Deutschland, beim Festival Impulse, beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens und auf dem Festival Politik im freien Theater zu sehen waren.
Sie hat Soundwalks, Hörstücke und Installationen realisiert, so eine Serie von Hörstücken für das Museum Judengasse in Frankfurt, die ortsspezifische Audioinstallation 'Bilder aus Morgen – ein akustisches Wanderdenkmal' auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne in Heidelberg oder die mehrkanalige Audioinstallation 'In the vicinity – an assembly in between history and memory' am CCA Tel Aviv. Zuletzt entstand im Sommer 2019 für PACT Zollverein, Essen / Urbane Künste Ruhr die Installation 'Polyphone Parolen' und in Zusammenarbeit mit dem WDR das darauf basierende Hörspiel 'Parole V'.
2015 - 2017 war Katharina mit ihrem künstlerischen Promotionsprojekt zu Sound als erinnerungskulturellem Medium im postkolonialen Hamburg Mitglied im Graduiertenkolleg Performing Citizenship (K3, Fundustheater, HCU – Hamburg). Ihr in diesem Kontext entstandenes Feature "Call to Listen" wurde auf dem Leipziger Hörspielsommer 2019 als bestes Feature ausgezeichnet.
2018 war sie gemeinsam mit Rosa Wernecke Stipendiatin an der Villa Kamogawa / Goethe Institut Japan. 2019 erhielt sie die Postgraduierten Förderung der Hessischen Theaterakademie. 2020 ist Katharina Stipendiatin an der Casa Baldi / Deutsche Akademie Villa Massimo.

Ihre tongestalterische Arbeit zeichnet sich durch ein Verständnis von Musik und Sound als gleichberechtigtem Mittel im theatralen Prozess aus, in vielen Produktionen performt Katharina live auf der Bühne. In ihrer akustischen Arbeit beschäftigt sie sich mit sound-basierten Formen des Erinnerns sowie der Transformation visueller Phänomene in das akustische Medium. Dabei versucht sie formal-ästhetische Ansätze zu entwickeln, die auf feministischen und postkolonialen Diskursen beruhen.

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